Die Firma Gräf Granit macht eine Investitionsoffensive in Höhe von 1,2 Mio. € bis 2010. Wir investieren in 2 Schritten. Der erste Schritt ist mit der Errichtung einer neuen Logistikhalle und einer Büroerweiterung abgeschlossen. Die 900 m² große Logistikhalle ermöglicht den Umschlag aller Waren aus der Eigenfertigung und dem Import. Sie ist mit einem Hallenkran ausgerüstet; die Ladeflächen der werkseigenen Lastzüge können bodeneben mit Flurförderzeugen befahren werden. Mit der neuen Halle verbessern sich die Arbeitsbedingungen ganz erheblich. Bisher mussten die Umschlagarbeiten im Freien durchgeführt werden – eine nicht gerade angenehme Aufgabe, wenn das Fichtelgebirge im Winterhalbjahr unter einer meterdicken Schneedecke versinkt. Mit der Büroerweiterung wurden die Arbeitsbedingungen in der Fertigungsvorbereitung verbessert und die Bereiche “Eigenfertigung” und “Import” voneinander getrennt.
Sägeanlage CSA 567–I Der zweite Investitionsschritt war die Installation der vollautomatischen Sägeanlage CSA 567-I. Hersteller der Anlage ist die Burkhardt GmbH aus Bayreuth. Burkhardt besitzt bereits ausgezeichnete Erfahrungen bei der Entwicklung und dem Einsatz spezifischer Sägeanlagen. Bei Gräf ist es eine neue Variante. Die Sägemaschine – als Halbportal ausgeführung – verfügt über eine bodenebene mit 15 mm dicken Gummischicht belegte Bänkefläche von 18,00 m Länge und 6,50 m Breite. Die Arbeitsvorbereitung erfolgt im Büro. Das Werkstück wird zeichnerisch erfasst; außerdem wird ein Auftragszettel mit allen relevanten Daten ausgedruckt. Ein so genannter Materialvorbereiter nimmt den Auftragszettel und prüft, ob eine entsprechende Tranche vorhanden ist oder vom Rohblock gesägt werden muss. Der Auftragszettel kommt auf die Tranche; diese wird zum Erfassungsplatz der Sägeanlage transportiert, wo sie digital erfasst wird. Der Bediener der Sägeanlage legt die Tranche auf die Bänkefläche, entnimmt online das zugehörige Werkstück aus der Arbeitsvorbereitung und positioniert das Werkstück auf der Tranche. Durch eine personelle optische Kontrolle vor Sägebeginn wird verhindert, dass sich im Werkstück Fehlerstellen befinden, die nicht von der Digitalkamera erfasst wurden. Die Säge bringt mit ihrem Drehsupport beliebige, in der x-y-Ebene liegende, Schnitte ein und vereinzelt mit stabilen Saughebern Teile, bei denen sich die Schnitte recht- oder schiefwinkelig berühren. Ein Eingreifen von außen, mit am Kran befindlichen Saughebern, ist nicht mehr notwendig. Reststücke werden mit einem Code versehen, im Computer erfasst, im Lager abgelegt und stehen jederzeit zur Weiterverwendung ohne erneute Digitalisierung zur Verfügung.
„Die Kultur eines Volkes wird auch danach beurteilt, wie es seine Toten bestattet.“
(Perikles)