Am 12. April 2009 feierte er seinen 78. Geburtstag: Albin Gräf, Gründer der Firma Granitwerk Albin Gräf. Seine Biographie ist zugleich die der Firma:
Nach dem Krieg trat er eine lehre als Zuckerbäcker an. Aber nach einiger Zeit tauschte er die weiße Schürze mit der grauen.
Er wurde Steinschleifer und dann Vorarbeiter bei der Firma Grasyma, Seußen, und schließlich Betriebsleiter und Meister bei Gräf und Döberreiner in Höchstädt.
Doch er wollte mehr erreichen. Hoch engagiert und voller Ideen verwirklichte er sich seinen Herzenswunsch: ein eigenes Unternehmen.
1963 gründete er auf dem elterlichen Anwesen die Firma Granitwerk Albin Gräf. Da waren eine grüne Wiese, ein junger dynamischer Mann, ein Pferd und ein Pflug. Mit Pickel, Schaufel und eiserner Willenskraft wurden die ersten Fundamente für eine 10 × 10 m große Werkstatt errichtet.
Zusammen mit seinem Bruder Rudi erwarb Albin Gräf nun einen VW-Käfer plus Anhänger. Stück für Stück wurde in den folgenden Jahren geplant und gebaut. Die Brüder schufteten unermüdlich. Mit Hilfe der tatkräftigen Unterstützung durch Albins Frau Erna, entwickelte sich aus der einfachen Steinmetzwerkstatt einer der modernsten Natursteinbetriebe Deutschlands. 1975 wurde die Produktion in neue Fertigungshallen, in der Nähe der ursprünglichen Betriebsstätte, beim Wohnhaus der Familie Gräf verlagert. 1989 firmierte sich die Firma unter Gräf Granit GmbH.
Ob in Fachverbänden, im Tarifbereich oder in der Kommunalpolitik: Albin Gräfs fachkundige Meinung und Mitarbeit wurde und wird sehr geschätzt. Im Mai 1999 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.
Mit Roland Gräf sorgt jetzt bereits die zweite Generation für den Fortbestand der Gräf-Granit GmbH. Wie er hervorhebt, ist der Firmenerfolg vor allem auch den engagierten und pflichtbewussten Mitarbeitern zu verdanken.
Dass auch die dritte Generation Interesse an einem Fortbestand des Familienunternehmens zeigt, freut Albin und Roland Gräf besonders. Enkel Christian Gräf hat eine Lehre als Steinmetz abgeschlossen und auch die Meister- und Technikerschule in Wunsiedel absolviert, um in die Fußstapfen seines Großvaters und Vaters zu treten.
„Die Kultur eines Volkes wird auch danach beurteilt, wie es seine Toten bestattet.“
(Perikles)